Wölfe in Österreich

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Der Dachverband "Jagd Österreich" informiert in seiner Presseaussendung vom 7.2.2018 über Wölfe in Österreich.

„Jagd Österreich“ für wildökologische Raumplanung für Wölfe

Jagd-Dachverband fordert in einem Positionspapier zum Thema „Wölfe in Österreich“die Überarbeitung des Wolfsmanagement-Plans 2012 und die Reaktivierung der KOST

Der Dachverband „Jagd Österreich“ schlägt in einem Positionspapier zu „Wölfen in
Österreich“ die Stärkung und Reaktivierung der „Länderübergreifenden
Koordinierungsstelle für den Braunbären, Luchs und Wolf“ (KOST) vor. Nur damit
könne eine regionale und überregionale wildökologische Raumplanung sowie eine
objektivierte Management-Position für Wolfsvorkommen in Österreich erarbeitet und
verankert werden. Das Positionspapier ist vor kurzem bei einer
Landesjägermeisterkonferenz einstimmig beschlossen worden und gibt damit die
einhellige Position aller neun Landesjagdverbände auf nationaler Ebene wieder.


„Solange Wölfe aufgrund ihres absoluten Schutzstatus weder reguliert noch bejagt werden
dürfen, ist deren Rückkehr nur indirekt ein Thema für die Jagd in Österreich. Dennoch wollen
wir uns rechtzeitig der gesellschaftspolitischen Frage stellen, inwieweit diese
Großraubwildtiere als Schadens- und Konfliktverursacher mit ihrem erneut vermehrten
Aufkommen in der österreichischen Kulturlandschaft wesentliche Interessen der Jägerinnen
und Jäger berühren“, so der geschäftsführende Landesjägermeister DI Dr. Ferdinand Gorton.
„In dem Zusammenhang ist die Regulierung von Wolfsbeständen kein explizites jagdliches
Ziel. Allerdings werden in absehbarer Zeit wohl erneut die Jägerschaften zur Problemlösung
herangezogen, ohne selbst Verursacher zu sein.“

Forderung nach Überarbeitung des Wolfsmanagement-Plans 2012

Eine der Forderungen der „Jagd Österreich“ betrifft den Aufbau einer wildökologischen
Raumplanung für Wölfe. Dafür sollte der Wolfsmanagement-Plan aus dem Jahre 2012
überarbeitet werden, da sich die Ausgangslage bzw. die Rahmenbedingungen in Bezug auf
Wölfe seither verändert haben. „Damit hier alle Interessen gleichberechtigt und objektiviert
berücksichtigt werden, braucht es eine Reaktivierung der KOST, der länderübergreifenden
Koordinierungsstelle für den Braunbären, Luchs und Wolf. Uns geht es dabei unter anderem
um die Initiierung und Sicherstellung eines wissenschaftlich fundierten
gesellschaftspolitischen Diskurses zur Frage, ob überhaupt und wenn ja, wo und in welcher
Quantität Wölfe als Großraubwildtiere in einer von intensiver Alm- und Weidewirtschaft
sowie touristischer Nutzung geprägten österreichischen Kulturlandschaft Platz haben.“

„Jagd Österreich“ in Übereinstimmung mit der Position der Länder

Die Österreichische Jägerschaft versteht sich mit dem Positionspapier in Übereinstimmung
mit den Agrarreferenten der Bundesländer. Sie hatten sich ebenso dafür ausgesprochen,
rechtzeitig Möglichkeiten zur Regulierung der Wolfsbestände zu schaffen. „Jagd Österreich“
fordert darüber hinaus die Übernahme sämtlicher durch Wölfe verursachter Schäden bzw.
Kosten für Prävention durch die öffentliche Hand, die objektivierte und zentrale Sammlung
von Daten aus dem Wolfs-Monitoring sowie die Ergänzung des Wildtiermanagements um
Wölfe, insbesondere mit der Schaffung von „Wolffreihaltezonen“ in ganz Österreich.

Hier finden Sie die Presseaussendung als .pdf

Hier finden Sie das Positionspapier "Wölfe in Österreich"

 

Rückfragehinweis:

Lutz Molter, Marken- & PR-Manager, Dachverband „Jagd Österreich“
Mobil: 0660 8216932, lutz.molter@jagd-oesterreich.at, www.jagd-oesterreich.at