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Jagd in NiederÖsterreich

Das Land

J�ger in gr�n

Niederösterreich ist mit einer Fläche von 19.173 km2 das größte von neun österreichischen Bundesländern. Die Einwohnerzahl beträgt 1,6 Mio. Die Hauptstadt von Niederösterreich ist St. Pölten.
NÖ erstreckt sich beiderseits der Donau vom Böhmischen Massiv im Norden bis zu den Alpen im Süden, dazwischen liegt das Alpenvorland. Nördlich der Donau finden Sie hügelige Hochflächen bis 800 m Höhe mit Wäldern, Mooren und Teichen (Waldviertel), nach Osten wird das Klima freundlicher und die Hügel werden sanfter (Weinviertel).

Südlich der Donau breitet sich das Alpenvorland aus. Die Ausläufer der Alpen erstrecken sich bis über 2000m und reichen bis ans Wiener Becken.

Das Klima der einzelnen Regionen in Niederösterreich weist beträchtliche Unterschiede auf. Das Wiener Becken und das Karpatenvorland werden durch kontinentale Klimafaktoren mit geringen Niederschlägen geprägt. Im Hügelgebiet des Weinviertels herrscht pannonisches Klima. Das Alpenvorland liegt im Bereich der atlantisch bestimmten Wetterzone. In den südlichen gebirgigen Landesteilen und im nördlichen Waldviertel herrscht alpines Klima.

Das Jagdrecht in Niederösterreich ist im NÖ. Jagdgesetz 1974 definiert. Die Kompetenz zur Erlassung öffentlich rechtlicher Vorschriften auf den Gebiet des Jagdwesens fällt in die Zuständigkeit des Landes Niederösterreich. Zur Durchführung dieses Gesetzes ist in erster Instanz die Bezirksverwaltungsbehörde zuständig.

Die Inhaber gültiger nö. Jagdkarten werden im NÖ Landesjagdverband zusammengeschlossen. Dieser ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechtes mit Rechtspersönlichkeit. Die Hauptaufgaben des NÖ Landesjagdverbandes sind die Förderung der Jagd und Jagdwirtschaft, die Sicherung einer gesunden Umwelt als Lebensraum der frei lebenden Tierwelt, sowie die Hebung und Erhaltung eines der land- und forstwirtschaftlichen Bodenkultur angemessenen, artenreichen und gesunden Wildstandes.

Jagd in Niederösterreich allgemein

Nicht alles, was mit dem Wesen der Jagd zusammenhängt, ist einfach zu verstehen. Das hängt vielleicht mit der Tatsache zusammen, dass sich wenige wirklich aussagekräftige Informationen über unsere heimische Jagd in Umlauf befinden.

Die Aufgaben und Funktionen des Jägers heute sind zahlreich: Sie sind allerdings kaum mehr mit den Klischeebildern der letzten Jahrhundertwende vergleichbar. Klassische Aufhege und Bekämpfung der Wilderei haben Platz getauscht mit Lebensraummanagement und Wildtierbewirtschaftung. Die Jagd übernimmt heute wesentliche Aufgaben des Naturschutzes, sie bringt der Allgemeinheit einen Nutzen, der unverzichtbar ist. Das wurde von internationalen Umwelt- und Naturschutzorganisationen längst erkannt - und das der Jagd zugrundeliegende Prinzip der "nachhaltigen Nutzung" ("Wise-use-Prinzip") zum wichtigen Bestandteil der heutigen Naturschutzkonzepte erklärt.

Jagdliche Hege beschränkt sich in Niederösterreich schon lange nicht mehr nur auf die Winterfütterung; Lebensraumverbesserung ist längst zu einem zentralen Thema geworden. Die Jäger in Niederösterreich arbeiten an der Gestaltung von Lebensräumen aktiv mit, sie fördern die wissenschaftliche Forschung und unterstützen Naturschutzbemühungen.

Jagd ist nicht gleichzusetzen mit Naturschutz, denn Jäger wollen auch nutzen, und sie bekennen sich dazu. Trotzdem schließt die Jagd den Naturschutz nicht aus; im Gegenteil: Die aktive Erhaltung und der Schutz von Lebensräumen zählen zu den besonderen Anliegen der Jäger. Hunderte Kilometer von Hecken, Grünbrachen und Ökostreifen, die sie angelegt haben, geben ein sichtbares Zeugnis davon.

In Niederösterreich gibt es ca. 34.000 Jagdkarteninhaber in 3.200 Jagdrevieren. Der angehende Jäger muss in allen Bereichen seines Handwerkes gründliche Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen, die vor einer strengen behördlichen Prüfungskommission nachzuweisen sind.

Der jährliche Wirtschaftswert der Jagd in Österreich wird von Fachleuten auf mehr als 360 Mio Euro geschätzt.

Natur, Wild & Jagd

Bedingt durch seine geographische Lage, von den Alpen bis hin zur Pannonischen Steppe, bietet Niederösterreich nicht nur eine reichhaltige Flora, sondern ist auch Lebensraum für eine besondere Vielfalt an Tieren.

Das NÖ Jagdgesetz zählt etwa 150 Wildarten als jagdbar. 75 % davon sind ganzjährig geschont. Bei 25 % ist durch Schon- und Schusszeiten eine angepasste Entnahme vorgeschrieben. Zu den Hauptwildarten in Niederösterreich zählt das Rehwild, welches die wohl anpassungsfähigste Wildart darstellt. Es lebt vor allem in Wald- und Ackerbiotopen sowie in geschlossenen Waldgebieten bis zur Baumgrenze.

In den großen geschlossenen Waldgebieten im südlichen Niederösterreich, sowie in den Donau- und Marchauen ist das Rotwild beheimatet. Es liebt ruhige Einstandsbereiche und lebt im Rudel.

In den alpinen Wald- und Freiflächen des südlichen NÖ lebt das gesellige Gamswild.

Wildschweine (Schwarzwild) findet man heute beinahe in allen Regionen Niederösterreichs. Ihr Bestand hat sich in den letzten Jahrzehnten vervielfacht.

Südlich der Donau findet man gesicherte Bestände an Birk- und Auerwild.

Vorwiegend in den Niederungen des Weinviertels und der pannonischen Steppe finden wir Feldhase, Kaninchen, Fasan und Rebhuhn. Die Besätze sind in den letzten Jahren aufgrund Flurbereinigung und moderner Landwirtschaft stark zurückgegangen. Dank vieler Initiativen von Naturschutz, Land Niederösterreich und vor allem des NÖ Landesjagdverbandes und seiner Jäger  (Wildökolandaktion, Heckenjahr, ...) sind die Besätze jedoch gesichert. Wichtig für unser Niederwild ist auch die Bejagung seiner natürlichen Feinde, dem Fuchs, Marder und Dachs, welche sich in den letzten Jahren stark vermehrt haben.

In den Flussniederungen findet man  eine ausreichende Zahl an Wildenten, am weitesten verbreitet ist die Stockente.

Weitere Informationen zum Thema "Jagd in Österreich", sowie ein Bilderbuch der heimischen Wildtierarten finden Sie auf den Homepage der "Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände"